11.11.2010 Rathaussturm Drucken E-Mail
Geschrieben von: mb   
Montag, den 15. November 2010 um 09:56 Uhr

Rathaussturm zu ungewöhnlicher Uhrzeit

Altlussheim. "So einfach mach ich es ihnen dieses Jahr nicht!" Mit verschmitztem Lächeln drehte Bürgermeister Hartmut Beck den Schlüssel vom Ratssaal um - von innen. Als die närrische Streitmacht mit Luxina Ronja I. von der Räuberburg und voran die Altlossemer Rhoigeischda um 16.33 Uhr auf dem Rathaushof einzog, wussten die Luxe noch nicht, dass sich das Gemeindeoberhaupt verschanzt hatte. Die Türe zum Ratssaal wackelte auch bedenklich, als die Narren daran rüttelten und sich laut klopfend Einlass verschaffen wollten. Er hatte ja eh keine Chance, der Bürgermeister, also schloss er auf. Herein purzelte eine bunte Schar, allen voran Luxina Ronja, Elferräte, Senatoren, Gardemädchen, die Guggen und reichlich Publikum, bis der Saal gut gefüllt war. Präsidentin Conny Samuel erklärte, warum der Rathaussturm heuer nicht um 11.11 Uhr stattfand, die Berufstätigen wollten das Spektakel auch mal miterleben, deshalb wurde das Ganze  auf den späten Nachmittag verschoben. Der Stimmung tat das keinen Abbruch, Conny Samuel verkündete, dass nun wieder Narrenträume wahrwerden, die Fastnachter seien zu allem bereit, "der Rathaussturm ist  geglückt und auch der Elferrat entzückt", reimte die Präsidentin. Altlußheims Bürgermeister sparte sich die große Gegenwehr, hatte er doch seit Jahren gelernt, dass gegen die rotbefrackte Übermacht eh keine Chance besteht. Er freue sich auf eine lange Kampagne, beglückwünschte die Luxe zu ihrer hübschen Prinzessin, die die Altlußheimer Fastnacht nach außen bestens repräsentieren wird. "Bis in den März hinein können sich die Luxe diese Saison austoben!" Hartmut Beck hatte für die Luxina zwei Schlüssel zur Auswahl, den einen vom Rathaus und den anderen vom Tresor. "Nimm den vom Rathaus," riet der Vorsitzende Kevin Triebskorn, "den Rest kriegen wir dann auch noch!" Ein bisschen wurde um den Schlüssel gerungen, das gehört dazu, und die Gemeindekasse - etwas staubig - "Wir hatten nix zum reintun", so Beck - gab es obendrauf. Wie jedes Jahr hielt der Bürgermeister noch ein Geschenk für die Luxe bereit, diesmal gab es eine bunte Narrenmütze mit ein wenig Kleingeld drumherum. Gebastelt hatte das originelle Stück Sabine Sczepansky von der Hort- und Kernzeitbetreuung. Die "Rhoigeischda" heizten mächtig ein, fast viel der Putz von der Decke. Mit Schunkeln und Singen, bei Brezeln und Sekt war die Kampagne 2010/2011 eröffnet, in Altlußheim begann mit viel guter Laune die fünfte Jahreszeit. mb

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. November 2010 um 08:48 Uhr
 
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